Friedrich-Schiller-Universität II, Jena, Neubau Institutsgebäude für Sprachwissenschaften mit Mensa

Bauherr:
Jenoptik AG vertreten durch Jenoptik Bauentwicklung GmbH, Jena
Leistung:
  • Architektenleistung
    Leistungsphasen: 2 - 9
Fertigstellung:
09 / 1999
Bruttogrundfläche:
9.800 qm
Mensa
Im Zentrum von Jena wurde ab dem Jahre 1992 das ehemalige Carl-Zeiss-Hauptwerk revitalisiert. Mit dem "Institutsgebäude der Friedrich-Schiller-Universität mit Mensa" wurde 1999 die letzte Baulücke dieses zentralen Stadtquartiers geschlossen. Errichtet wurde der Neubau auf einer bereits existierenden, öffentlichen Tiefgarage mit 350 Plätzen.

Institutsräume, Sprachlabore und Multimediazentrum der Sprach- und Medienwissenschaften bilden mit der Mensa des Studentenwerks Jena-Weimar mit 650 Sitzplätzen eine bauliche Einheit. Sichtmauerwerk und -beton sowie Aluminium und Glas bestimmen das Erscheinungsbild der Fassaden, die in bewusstem Kontrast zu den historischen Bauten der Umgebung stehen. In den Innenräumen wurden die Materialien in ihrer Oberflächenqualität, zum Teil mit intensiven Farbakzenten, belassen.

Im Rahmen eines Kunstwettbewerbes ausgewählte Arbeiten unterstützen die architektonische Struktur des Gebäudes.

Multimediazentrum
Bereits um 1900 errichtete die Dyckerhoff & Widmann AG die ersten Stahlbetonbauten auf dem Zeiss-Gelände in Jena. Heute befindet sich dort der Universitätscampus der Friedrich-Schiller-Universität. Das siebengeschossige Institutsgebäude für Sprach- und Medienwissenschaften schließt die letzte Baulücke auf dem Universitätscampus. Das Gebäude beherbergt Multimediaräume, Sprachlabore mit hohen akustischen Anforderungen, eine Betriebswerkstatt, Büro- und Besprechungsräume und die Mensa des Studentenwerks.

Die Vorgabe, das Multimediazentrum einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erfordert einen direkten Zugang vom Ernst-Abbe-Platz. Dadurch wird die herausgehobene Funktion des Zentrums, das sich auch durch die Ausstattung mit hochmoderner Kommunikationstechnik auszeichnet, besonders betont.

Über ein kleines Foyer im Erdgeschoss ist ein Großgruppenraum, genannt „Black-Box“, mit ca. 50 Sitzplätzen erreichbar, der mit modernsten Kommunikationseinrichtungen für Videokonferenzen sowie mit einem Regieraum und Dolmetscherkabinen ausgestattet ist. Ein weiterer Bereich des Multimediazentrums wurde als interner Arbeits- und Studienbereich im 2. Obergeschoss sehr zurückhaltend angeordnet. Dieser beinhaltet drei auditive Sprachlabore mit jeweils 25 Plätzen, die sich aus der Fassade des Gebäudes auf das Dach des Speisesaals schieben. Außerdem wurden Sprachlabore für das Selbststudium mit 14, 20 und 24 Plätzen, Gruppenräume für Audio und Video sowie Aufnahme- und Projektionsräume auf einer 850 m² umfassenden Fläche integriert.
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