Wasserwerk Langenau, Neubau

Bauherr:
Zweckverband Landeswasserversorgung, Stuttgart
Leistung:
  • Architektenleistung
Fertigstellung:
07 / 1973
Auszeichnungen:
BDA-Preis "Industrie in der Landschaft", 1975
Das Wasserwerk Langenau dient der Aufbereitung des Wassers aus der Donau zur zusätzlichen Versorgung von 2,5 Millionen Einwohnern in 540 Städten und Gemeinden Baden-Württembergs mit einem dem Grundwasser gleichwertigen Trinkwasser. Es umfasst alle Anlagen zur Aufbereitung des Wassers und ein Pumpwerk zur Förderung dieses Wassers und des natürlichen Grundwassers aus dem Donauried.

Das Wasserwerk liegt in der freien Landschaft. Der frühere Charakter des Geländes als Heide- und Riedlandschaft ist geblieben. Erdbewegungen größeren Ausmaßes zur Veränderung des Geländes sind vermieden worden. Alle Gebäude sind ihrer Funktion entsprechend gestaltet und in die naturgegebene Topographie des Geländes eingeordnet. Dadurch ergab sich eine weiträumige Gliederung der Anlage. Durch tiefe Gründung der Bauwerke ist eine flache Bebauung erreicht worden.

Am höchsten Punkt des Werkgeländes erhebt sich der Kubus des Rohwasserbeckens mit dem langgestreckten, niederen Flachbau der Chemikalienanlage. Davor liegen die großflächigen Baukörper der Flockungsanlage und der Filteranlagen. Das dreistöckige Betriebsgebäude ist quergestellt. Der eher massige Baukörper des Förderwerks wird bei seiner tiefen Lage nicht betont, während die Schlammanlage und ein niederes Werkstatt- und Laborgebäude weit nach Süden abgesetzt sind.

Durch die Art und Weise der Gliederung der baulichen Anlagen bietet sch dem Betrachter ein harmonisches, ungestörtes Gesamtbild. Dieser Eindruck wird durch die Bepflanzung der ausgedehnten großen Grünflächen mit bodenständigen Gehölzen betont.
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