Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg DKFZ, Neubau Forschungsgebäude 7-Tesla-Hochfeldtomograph

Bauherr:
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Stiftungsvorstand
Leistung:
  • Architektenleistung
    Leistungsphasen: 1 - 8
Fertigstellung:
07 / 2008
Bruttogrundfläche:
1.317 qm
Auszeichnungen:
"Beispielhaftes Bauen Heidelberg 2003-2010", 2011
Stärke im Zaum halten - Eisenspäne am Magneten
Für den einzigen derzeit ausschließlich für Krebsforschung eingesetzten 7-Tesla-Hochfeldtomographen wurde ein Neubau konzipiert, der neben dem Geräteraum auch die Arbeitsräume für Vorbereitung und Auswertung beinhaltet. Eine magnetische Feldstärke von 7 Tesla entspricht in etwa der 150.000-fachen Stärke des Erdmagnetfeldes. Eine 250 Tonnen schwere Stahlhülle hält das Magnetfeld im Zaum. Um Störungen der nördlich liegenden physikalischen Institute zu vermeiden, steht der Neubau in einem möglichst großen Abstand zu diesen.

Das Bild von Eisenspänen, die sich über einem Magneten nach dessen Feldlinien aufspreizen, war das Motiv für die Fassade. Die Metalllamellen geben aus jedem Blickwinkel unterschiedliche Ansichten und Einblicke frei. Innen ist das Gebäude trotz des äußeren, geschlossenen Eindrucks sehr hell. Zwischen Geräteraum und ständigen Arbeitsplätzen wurde ein Abstand definiert, den eine Eingangs- und Treppenhalle generiert. Neben einer einladenden Geste schafft sie den Raum für Aufenthalt, Kommunikation, Ausstellungen und Vorträge.
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