Robert Koch-Institut, Berlin, Raumbedarfsplanung, Standortuntersuchung, Wirtschaftlichkeitsstudie

Bauherr:
Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Bonn
Leistung:
  • Generalplanung
    Leistungsphasen: 1 - 2
  • Architektenleistung
    Leistungsphasen: 1 - 2
  • Raumbedarfplanung
  • Wirtschaftlichkeitsstudie
  • Standortuntersuchung
Planungsende:
01 / 2003
Bruttogrundfläche:
63.896 qm
Auf der Grundlage der im Jahr 2002 angefertigten Wirtschaftlichkeitsstudie war eine Entscheidungsunterlage-Bau (ES-Bau) auf der Grundlage der novellierten RB-Bau zu fertigen. Ziel dabei war es, die bereits in der Wirtschaftlichkeitsstudie abgeschätzten Kosten auf der Grundlage einer Vorentwurfsplanung zu detaillieren und abzusichern. Hierbei wurden insbesondere die detaillierten Anforderungen an die Ausstattung in Form eines Anforderungsraumbuches aufbereitet, die hochinstallierten Bereiche der S3- und S4-Labore im schärferen Maßstab betrachtet sowie die Unwägbarkeiten des umfangreichen Umbauanteils und die vorhandenen Belastungen aus Asbest, Mineralfaser etc. bewertet.

Der historische Standort am Nordufer 20 mit dem Museum wurde als zentraler Kommunikationsbereich des Robert Koch-Instituts entwickelt. Die vorhandenen Gebäude wurden hierzu mit einer zentralen Halle verbunden. Die notwendigen Funktionen der Öffentlichkeitsarbeiten, der historische Hörsaal, ein neuer Hörsaal für insgesamt 200 Personen, Cafeteria sowie ein großzügiger Ausstellungsbereich sind der zentralen Halle zugeordnet. Das vorhandene, jedoch vollständig zu sanierende Laborgebäude kann mit geringem Aufwand von diesem Bereich abgetrennt werden. Hier befinden sich umfangreiche Laborflächen der Sicherheitsstufen S2 sowie ein Labor der Sicherheitsstufe S3.

Das Gebäude des ehemaligen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte wird für die Zwecke des Robert Koch-Instituts hergerichtet. Hierbei sind die vorhandenen klinisch-chemischen Labore aus den 80er Jahren auf die neuen Anforderungen anzupassen. Hinzu kommt ein Laborneubau, der ein S4-Labor, S3-Labore, Tierbereich und umfangreiche S2-Labore enthält. Bei diesem Neubau werden die Raumbedarfsforderungen des Instituts der höchsten Schutzstufen gedeckt.

Die Gesamtbaumaßnahme wird in 4 Bauabschnitten realisiert werden. Die Sanierungsmaßnahmen an der Seestraße sowie die Neubaumaßnahme schaffen in einem 1. Bauabschnitt genügend Ausweichfläche, um den vorhandenen Laborbau am Nordufer zu sanieren. Abschließend erfolgt der Rückbau der bestehenden Labore aus dem historischen Bau sowie eine Bestandssanierung des bestehenden Bürobaus in der Seestraße.
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